Es gibt viele Läden, die in den letzten Jahren auf dem Rockabilly Zug aufgesprungen sind.

Man versucht mit dem Namen Rockabilly Geld zu verdienen, doch nur selten steckt Herz und Leidenschaft dahinter.

 

Hier werde ich meine Erlebnisse präsentieren, die kaum ein zweiter Laden erlebt hat!


Boom Chicka Boom bei Jerry Lee Lewis

Niemand geringeres, als der letzte Überlebende einer unvergessenen Ära bat mich 2018 zu einer Audienz nach Las Vegas zu sich ins Hotel eingeladen. Dem damals 82 jährigen Jerry Lee Lewis versprach ich im Vorfeld eine Handgenöhter Geldbörse, die aus Leder für ihm genäht wurde. Punziert wurde die Börse mit dem Star Club Logo, als Erinnerung von 1964, wo der Killer eines der legendärsten Konzerte aufgenommen hat auf Platte. 

 

 

 

 

 

Jerrys Frau Judith, hat mich auch gleich strahlend empfangen. Judith ist nun ca 20 Jahre an Jerrys Seite und hauptverantwortlich, das der Killer noch lebt und das es ihm gut geht

 

Danke Judith

 

 

 

 

 

 

Einen Tag später hatte Jerry seinen großen und leider auch letzten Auftritt bei Viva Las Vegas

 

Nach Jerry spielten noch die Stray Cats , es war ein verdammt langer und harter Tag in der Sonne Nevadas.

Von 10.00 morgens bis 23.00 abends stand ich auf einer Stelle, um nur keine Sekunde zu verpassen.

 

 

 

 

 

und dann kam er, 82 jährig und haute in die Tasten seines Pianos. Gute 10.000 Besucher feierten den Killer phrenetisch!

                  1,6 Millionen Follower würden so manchen Influencer erstarren lassen für mein Jerry Video!!!                          

                                  Genau das ist Boom Chicka Boom. Immer mittendrin, wo der Rock n Roll spielt!


Boom Chicka Boom in der Cash Cabin

W.S. Holland

22.04.1935 - 23.09.2020

Fluke Holland spielte 1954 mit Carl Perkins den Million Seller Hit " Blue Suede" Shoes bei Sun Records in Memphis, Tennessee ein. 1960 fragte Johnny Cash, ob Fluke nicht bei ihm spielen möchte. Von da an wurden die Tennesse two die Tennessee three. Holland spielte bis zum Tode Johnny Cash 2003 in der Band und danach tingelte er bis zu seinem Tod durch die USA und erzählte seine Geschichten. Die lustigen Stunden mit Fluke bleiben unvergessen!

 

 

 

Das ist sie nun, die alt ehrwürdige Cash Cabin, wo Johnny Cash viele seiner American Recordings Aufnahmen getätigt hat. Auf dem Anwesen von John Carter Cash, ohne Einblich für die Öffentlichkeit, war es ein Privileg dort erscheinen zu dürfen. Dort wo Größen wie U2 oder Taylor Swift aufnehmen.

 

Ein Dank an Tom Toxic, der alles arrangiert hat für diesen Trip!

 

 

 

Als man die Cash Cabin betrat, hatte man den Eindruck, das Johnny jeden Augenblich eintreten würde. Alles stand noch dort wie zu Lebzeiten. Seine Gitarre, der Schaukelstuhl, die Fotos und Bilder an der Wand. Es war ein magischer Moment!

Die Producer haben uns mit kleinen Golfautos das Anwesen gezeigt, da Fluke noch nicht erschienen ist.

Als wir zurück kamen, war Fluke am aufbauen seines Schlagzeugs. Mit 80 Jahren wollte er auch keinerlei Hilfe.

Als wir reinkamen, stand die Legende vor uns. Jedem Musiker gab er die Hand und fragte was sie spielen. 

Als er zu mir kam, fragte er, was ich hier mache. Ich sagte ihm, das ich der Mann mit seinem Geld bin.

Von da an war das Eis gebrochen und er wich mir nicht mehr von der Seite.

Als zweites gesellte sich Dave Roe zu uns, den ich noch persönlich mit Johnny auf der Bühne gesehen habe. 

Zwischendurch spielte Dave auch mit Country Größen wie Dwight Yoakam zusammen.

Wenn man bedenkt, was diese Musiker geleistet haben, so war ihr Auftreten schlicht und einfach, ohne irgendwelche Alüren.

Nun hatten aber die Herren ihren Job zu erfüllen. Mit in der Band waren Tom Toxic,Fluke Holland, Dave Roe, Stephan Griebel, Tex Morton und David Juan.

 

 

 

Zum Abschied sagte mir Christa Holland, die zu diesem Zeitpunkt 60 Jahre mit Fluke verheiratet war, das ich über Stunden den Clown in ihm erweckt habe. Ein schöneres Komplimet konnte es nicht geben.

 

Zum Absvhluß brachte ich die beiden zurück ins Hotel.

Dieser Baum von Mann, mit Händen wie Bratpfannen schien unsterblich zu sein. Jeder der mit ihm gearbeitet hat, lud er zu seinem 100 Geburtstag ein.

 

Ich schaute mich noch einmal zum Abschied zu Fluke um und habe es geglaubt. Jetzt ist er nicht mehr da.....


Boom Chicka Boom im Sun Studio

 

Es war ein langer Ritt von Nashville über Jackson nach Memphis. 

 

Aber ich konnte mich einfach nicht ins Bett legen. Ich mußte zu diesem magischen Ort hin, wo die Reisen begann. Wo der Boom Chicka Boom Zug erschaffen wurde.

 

So stand ich nun vor dem Ort, allein und in aller Ruhe.

Man konnte förmlich Elvis, Johnny, Carl und Jerry spielen hören.

 

 

 

Stargast war bei dieser Tom Toxic Session diesmal der 80 jährige Jimmie Von Eaton. JM war der Studio und Tour Schlagzeuger, der den legendären Sun Sound erfunden hatte. Er spielte alle Sessions mit Jerry Lee ein, somit ist er auch zB auf Great Balls of Fire zu hören

 

 

 

 

Fit wie ein Turnschuh sprang JM aus dem Auto und verteilte als erstes erst einmal seine Drumsticks

Das unvorstellbare für mich, hinter dem Mikro hing ein Foto. Dieses Foto zeigt denselben JM der vor über 60 Jahren an derselben Stelle gespielt hatte. Das war ein Moment der Gänsehaut. 

 

 

 

Die Aufnahmen begannen und begleitet wurden sie noch von Bubba Feathers, der der Sohn von Rockabilly Legende Charlie Feathers ist.

 

Ansonnsten das gleiche Team mit Tom Gesang + Gitarre, Tex Morton, Stephan Griebel und David Juan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich habe ich mir die Bargeldauszahlung vernünftig Quitieren lassen. 


Boom Chicka Boom im Philips Studio

                       Sam Phillips Sohn, Jerry Phillips und Judd Phillips Jr., der auch letztes Jahr verstorben ist.

 

 

 

 

 

Als ich ins Phillips Studio eintratt dachte ich, ich bin um 60 Jahre zurück versetzt. Die Farben, die Möbel ein absoluter Traum aus vergangenen Zeiten.

Aber nun gut, auch hier war man ja nicht fürs Vergnügen.

Eingeladen wurden zur Session diesmal Bobby Crowford mit seinem Freund und jetzt haltet Euch fest.........er kam mit seinem 87 jährigen Kumpel, "We Wanna Boogie" Sonny Burgess!!!!

Sonny Burgess  28. Mai 1929 - 18. August 2017

Ich habe noch hunderte Fotos, Videos und Interviews. Vielleicht schaffe ich mal was hochzuladen........


Das Treffen mit einer Tochter Johnny Cashs

 

 

 

Diese Tour führte uns nach Bon Aqua, Johnny Cash seiner Hideaway Farm, die er nutzte, seine Kinder um sich zu haben. Er brauchte  die Abgeschiedenheit des Hauses, um Kraft zutanken für die kommenden Tourneen

oder zum Erholen von seinen Konzerten.

 

Ich bin nun das zweite Mal auf der Ranch.

Zur Weihnachtszeit ist es aber etwas Besonderes.

Es gab einige Veränderungen durch die neuen Besitzer, z.B. wurden Johnnys Sammlungen der Schlachtfeldern des Bürgerkrieges entfernt.

 

Die Fotos habe ich noch vom ersten Besuch und kommen zeitnah nach.

Hier einige Fotos vom Hausinneren. Es gibt einem das Gefühl, Johnny hat das Haus nie verlassen.

Cindy Cash, die jüngste Tochter von Johnny kam zu uns und wir unterhielten uns angeregt.
Cindy Cash, die jüngste Tochter von Johnny kam zu uns und wir unterhielten uns angeregt.

 

Zum Abschluss machten wir einen Rundgang entlang dem neu angelegten Weg zur restaurierten Scheune. 

 

Johnnys Autos standen dort, unter anderem der berühmte "One piece at a time" Wagen aus dem Video von 1976.

Dieser stand bei meinem letzten Besuch noch im Storyteller Museum und wurde nun nach oben zur Ranch gebracht.


Wie ein Sechser in der Lotterie

 

Die Besitzerin der Ranch, Sally Oxley fragte uns beim Abschied, ob wir das Mama Cash Haus kennen.

Wir schauten uns fragend an und verneinten. 

Sally gab uns den Keycode und sagte uns, wir sollten es auf dem Rückweg in Hendersonville besuchen. Wow was für ein Vertrauen. 70km lagen zwischen den Häusern und wir durften dort rein, wo kein  "normaler" Mensch etwas verloren hatte.

 

 

 

 

 

Zurück ging es nach Hendersonville, was ja auch unser Heimweg war. Ohhh man, wir sind schon etliche Male an diesem Haus vorbei gegangen und wussten es nicht. Jetzt durften wir sogar rein.

An dieser Wand wurden die American Recordings aufgenommen, da Johnny es nicht mehr ins Studio geschafft hat.
An dieser Wand wurden die American Recordings aufgenommen, da Johnny es nicht mehr ins Studio geschafft hat.

Wir hatten nun noch mehr Glück. Jerry, ein Songwriter aus Nashville kam, um weiter im Haus Songs zu texten.

Er zeigte uns das ganze Haus und spielte uns einige Songs vor. Genau dort, wo Johnny spielte.

Anja, Jerry und ich, in dem Haus wo June und Johnny die letzten Tage ihres Lebens verbracht hatten. 

Ich hatte 3 Stunden eine Dauer Gänsehaut !

In der Küche gab es viele Partys. Einmal kam Robert Duval ins Haus, der frisch einen Oskar 1984 bekommen hatte.

Johnnys Mutter Carrie zog ihren Sohn beiseite und fragte, wer der ungehobelte Kerl sei. Sie kannte Robert Duvall nicht. Als Johnny antwortete, er hätte gerade einen Oskar gewonnen, war das Eis gebrochen.


Boyhood Home Johnny Cash

Wir fuhren für diese Tour ins Jahr 1935 zurück und machten uns auf dem Weg nach Dyess, wo die Familie Cash von der Regierung ein Haus mit einem Feld zum bepflanzen von Baumwolle bekommen hatte.

Aber als erstes mussten wir eine Herzenssache erledigen. Wir fuhren nach Basset, wo 1944 Johnnys großer Bruder beerdigt wurde. Wer Walk the Line gesehen hat, weiß wie Johnny seinen besten Freund und Bruder geliebt hat.

Ich bin mir sicher, dass Jacks Tod einen wesentlichen Teil zum Erfolg Johnnys beigetragen hat.

Da lag nun der kleine Mann, 75 Jahre allein gelassen von seiner Familie. Doch Millionen kannten ihn durchs Kino.

                                                              Es viel sehr schwer, die Tränen zu unterdrücken.

 

Mit gedrückter Stimmung ging es dann weiter nach Dyess. Der Weg war eine endlose Strecke durch ein Nichts.

 

Ich erinnerte mich sofort an den Johnny Song "Five feed high and rising", als ich die überschwemmten Felder gesehen habe.

                                  In Dyess gab es ursprünglich nur ein Kino, ein Sägewerk und ich glaube eine Kirche.

                                  Rechts ist das Haus, was im Film das Sägewerk war. Es ist praktisch wieder eine Ruine.

 

Wir holten die Tickets und stiegen zum Guide zu.

Es war weiterhin ein langer Weg ins Nirgendwo. 

Man bog von der Hauptstraße ab und fuhr bestimmt noch ca. 4 km auf ner Piste zum Haus.

 

Der lange Schulweg, gerade im Dunkeln muss damals ziemlich ätzend gewesen sein.

 

 

Da waren wir nun im Haus der Familie Cash, welches nahezu 1:1 wieder hergestellt wurde. Selbst der Teppich sollte noch original sein.

 

Hier wuchs also der kleine Johnny auf, der über 60 Jahre später immer noch im Radio zu hören ist und weiterhin eine riesen Fan Gemeinde hat.

 

 


 

Auf den Spuren

 

Hank Williams

 

 

 

 

Auf gings nach Sweet Home Alabama,

wo wir versuchten jede Kleinigkeit des guten

alten Hanks aufzuspüren.

 

Hier nur ein kleiner Teil von dem,

was gefunden wurde.....

 

Als erstes fuhren wir zum Lake Martin, wo der kleine Hank als Junge

zur Kur geschickt wurde. 1952 erinnerte er sich an diesen verlassenen Platz und zog sich in einer der Hütten zurück. Hier schrieb er die Top Hits Your Cheatin Heart und Kaw-Liga

                                                                                        Lake Martin, ein Ort der Stille und Einsamkeit
Lake Martin, ein Ort der Stille und Einsamkeit

 

 

 

 

Hier die Cabin, wo Hank sich für eine Woche zurück gezogen hat.

                                                                                 Weiter ging es zu Hank seinem Kinderhaus in Georgiana
Weiter ging es zu Hank seinem Kinderhaus in Georgiana

Für eine Handvoll Dollar gelang man in das privat geführte Museum, wo man so viele Fotos machen durfte, wie man wollte.

 

Es war natürlich ein Traum, Fotos, Bilder und Persönliches von Hank sehen und knipsen zu dürfen.

Weiter ging es in Montgomery, dem offiziellen Williams Museum
Weiter ging es in Montgomery, dem offiziellen Williams Museum

 

 

 

Am ersten Januar 1953 wurde Hank leblos in seinem Cadillac in Clanton Ohio aufgefunden. Es bleibt ein Mythos, wie und wann er genau verstorben ist.

 

Das Museum hat sehr viel zu zeigen. 

Das Fotografieren war aber strikt verboten.

Hank jr. stiftete der Stadt Montgomery diese Statue seines Vaters.
Hank jr. stiftete der Stadt Montgomery diese Statue seines Vaters.
In diesem Club spielte Hank sein letztes Konzert vor seinem Tode.
In diesem Club spielte Hank sein letztes Konzert vor seinem Tode.